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Formel R1000 - Boote
(bis 2001: "HR 1000")

Die Regeln haben sich 2002 geringfügig geändert:
Es handelt sich bei den Booten um Dreipunkter, deren Kufen anders als beim Katamaran nicht länger als 60% der Gesamtbootslänge sein dürfen. Laufen diese nach vorn spitz aus, so sind sie (nach § 509.02 UIM) deformierbar/abbrechbar zu gestalten. Der Bootskörper ist ansonsten freigestellt. Das Material des Bootsrumpfes ist Holz, während die Hauben aus Kunststoff (Polyester) bestehen. Das Mindestgewicht des Bootes beträgt 200 kg bzw. 280 kg mit Fahrer. Gefahren wird Benzin nach § 508 UIM.
 
Bild 1 Bild 2
Bild 1 (Foto: Chares): bei voller Fahrt berührt das
Boot nur mit drei Punkten die Wasseroberfläche
Bild 2 (Foto: Chares): zwei Boote der
Klasse HR1000 nach der Wendeboje

Um das Aussterben dieser Klasse durch kostspielige Umbaumaßnahmen (z.B. Sicherheits-Cockpit) zu verhindern, wurde sie Anfang der 90er Jahre in den Stand einer Historischen Rennbootklasse (HR1000) gehoben. Seit 2002 heisst sie Formel R 1000. Die Motoren sind eingebaut. Es dürfen nur Auto-, Boots- oder Motorradmotoren (mit Vergaser) bis 1000 ccm verwendet werden, die mindestens 10 Jahre alt sind. (Die Fahrer sind verpflichtet die Eignung ihrer Motoren nachzuweisen, § 518.01 UIM) Sehr beliebt sind Rotax-, Yamaha- und Honda-Motoren. Der gute alte Wartburg hat inzwischen ausgedient. Die Motoren leisten jetzt ca. 110 bis 140 PS womit sich Geschwindigkeiten von ca. 150 km/h erreichen lassen (157 km/h bei Reinhard Gerbert am 24.06.2001 in Lorch, gemessen per GPS). Den offiziellen Geschwindigkeits-Weltrekord in der Klasse Formel-R1000 hielt seit Oktober 2003 Lars Katzorke aus Wolfsburg. Er erreichte in Windermere (GBR) 144.20 km/h. Im November 2010 stellte Jim Noone (GBR) bei der Records Week in Coniston/Cumbria (GBR) einen neuen Rekord auf: 103,87 m/h = ca. 167 km/h.
Die Klasse wurde verstärkt im ehemaligen Ostblock sowie in England gefahren und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. In den letzten Jahren gingen z.B. aus Deutschland ca. 12-13 Lizenznehmer an den Start.

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